Presse

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte kann man schon sagen, habe ich zunächst bei den Käfertaler Spargelstecher, dann bei der Vereinigung Badisch Pfälzischer Karnevalvereine e.V. in Speyer und in diesem Zusammenhang auch in meiner Tätigkeit für den Bund Deutscher Karneval in Köln meine Pressekontakte immer weiter ausgebaut.

Waren es zunächst örtliche Kontakte in und um Mannheim und in den Vororten, weiteten sich die Kontakte mit der Aufgabe als Pressereferent der Vereinigung von Ramstein in der Westpfalz über die Vorderpfalz und Nordbaden bis Baden Baden und Pforzheim in Mittelbaden aus.

Mittlerweile halte ich Kontakt und informiere annähernd 120 Pressestellen, Zeitungsredaktionen, Hörfunk- und Fernsehsender in unserem Verbandgebiet und versuche unsere karnevalistischen Highlights pressetechnisch an den "Mann" oder die "Frau" zu bringen.

Keine leichte Aufgabe, denn die Zeiten, wo einem karnevalistische "News" aus der Hand gerissen wurden, sind längst vorbei.

Es gibt hervorragende Kontakte, bei denen man merkt, dass man auf der gleichen Wellenlänge funkt und da macht die Zusammenarbeit auch unbändig Spaß.

Das sind die Redakteure, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben und feststellen, dass ohne die Tradition und sei es, ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, die Fasnachtstradition, die Werte in unserer Gesellschaft verloren gehen.

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Es gibt aber auch Kontakte, da läuft man jahrelang ins Leere, bemüht sich um eine Veröffentlichung, muß aber irgendwann einmal feststellen, dass der zuständige Redakteur so gar keinen Draht zur Karnevalstradition in unserem Land hat und die Narren am liebsten von der Bildfläche verschwinden lassen würde. Eigentlich unverständlich, denn alleine in unserem Verbandsgebiet sind über 80.000 Menschen Aktiv in den Vereinen und da frage ich mich, sind das keine Leser, Hörer oder Zuschauer ?

Alleine die Höchstleistungen, die im karnevalistischen Tanzsport von unseren Aktiven geboten werden, sollten die Verantwortlichen doch nun endlich mal auf die richtige Spur bringen und diese Aktivität, wenn schon die Volksbelustigung auf den Prunksitzungen und Bällen bei diesen Leuten keinen Stellenwert mehr hat, wenn schon nicht im humoristischen, dann aber im sportlichen Bereich ansiedeln und endgültig anerkennen. So hat man in der heutigen Zeit aus vorgenannten Gründen leider immer noch die größte Schwierigkeiten, eine tanzsportliche Veranstaltung in den Pressemeldungen mancher Medien unter zu bringen. Wir wollen sehen, was die Erfahrung bei den Vorbereitungen zu den Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport am 01. und 02. März 2008 in der SAP-Arena in Mannheim uns lehrt.
Da ich ein unverbesserlicher Optimist bin und zu diesem Thema die Flinte noch lange nicht ins Korn geworfen habe, bin ich zuversichtlich, dass wir es in naher Zukunft doch schaffen werden, in unserer Gesellschaft eine Kehrtwende diesbezüglich herbei zu führen.

Man wird merken, dass die Karnevalisten in unserem Land zwar noch nicht die letzte Bastion der Ehrenamtlichen sind, diese aber für unsere Jugend und unsere Gesellschaft mit ihrer Vorbildfunktion und ihrem Engagement für Andere von unschätzbarem Wert sind und dringend gebraucht werden.

Was wir als "Gralshüter" der Fasnachtstradition dringend benötigen, ist die Unterstützung aller in der Öffentlichkeit tätigen Organe und Medien. Vielleicht würde sogar manchem Redakteur, der heute noch zum lachen in den Keller geht, eine hausgemachte und handgestrickte, herzerfrischende und bunte Prunksitzung unserer Vereine zu einer Umkehr in seiner Denkensweise bewegen, wenn er die freiwilligen und unbezahlten Akteure mit so viel Stolz, Engagement und Herzblut auf der Bühne sieht. Wenn die zahlreichen Kindergarden unter den vor Rührung feuchten Augen ihrer Eltern die ersten Schritte tun auf den Brettern die auch für uns Narren die Welt bedeuten.

Tut es nicht auch ab und an mal gut, astreine Amateure zu erleben, statt vom Fernsehsessel aus immer nur die vollprofessionellen Comedy-Stars, die im Schnitt zwischen 10 und 15 hauptberufliche Gagschreiber haben, zu erleben.

Ist nicht gerade die Mischung aus Tanz, Stimmung und Vorträgen mit viel Lokalkolorit, Musik und Liedbeiträgen und nicht zuletzt das hautnahe dabei sein das, was eine Prunksitzung bei den Narren so einzigartig macht. Ich würde mir wünschen, meine Pressepartner würden die Gelegenheit wahrnehmen und bei den Vereinen in ihrem Verbreitungsgebiet in der nächsten Kampagne einen Presseplatz zur Berichterstattung ordern und nicht wie ein Donnergott im Publikum sitzen und jeden kleinen Fehler gleich gnadenlos protokollieren, sondern mitfeiern, sich begeistern lassen und einen gnadenvollen Bericht folgen lassen. Das liebe Pressevertreter wäre ein Anfang ! Ich danke Ihnen für Ihre Zeit, die Sie sich zum lesen dieser Zeilen genommen haben. Ihr Rainer Holzhauser